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Kurieretiketten für DHL, DPD und GLS

Welche Rolle zu welchem Dienstleister passt, warum ein Format für alle reicht und was am Etikett der Verteilzentrum-Scanner zuerst liest.

Versandetiketten für Kurierdienste — DHL, UPS, DPD, GLS, FedEx, Hermes →

Kurieretiketten unterscheiden sich zwischen DHL, DPD, GLS und Hermes weniger, als man erwartet. Das Format ist bei allen gleich; unterschiedlich ist, was auf dem Etikett steht und wie es gelesen wird.

Ein Format für alle Kurieretiketten

100 x 150 mm, Kern 40 mm, thermodirekt. Damit ist der Einkauf an Kurieretiketten für alle vier Dienstleister erledigt.

Das war nicht immer so. Vor der Standardisierung auf 4 x 6 Zoll musste jeder Versender zwei oder drei Formate vorhalten. Wer heute noch einen Anbieter mit eigenem Format nutzt, merkt schnell, wie unpraktisch das ist.

Was der Scanner zuerst liest

Nicht die Adresse. Zuerst kommt der Routing-Code — ein kurzes Depotkürzel, groß gedruckt, meist oben rechts.

Danach der Tracking-Barcode. Erst wenn beide gelesen sind, spielt die Klarschrift eine Rolle, und die liest ohnehin nur der Zusteller.

Was ein schlechter Druck kostet

Das Paket fällt aus der automatischen Sortierung und geht in die manuelle Bearbeitung. Das sind in der Regel vierundzwanzig Stunden, über ein Wochenende auch mehr.

Die Ursachen sind fast immer dieselben drei: verschmutzter Druckkopf mit weißem Streifen durch den Barcode, zu hohe Kopftemperatur mit ineinanderlaufenden Strichen, oder ein falsch eingestelltes Medienformat, das das Etikett unten abschneidet.

Packstation und PaketShop

Etiketten für Automaten und Shops laufen im selben Format. Zusätzlich steht ein Fach- oder Shopcode darauf, aber das ändert nichts an der Rolle.

Wichtig ist hier nur, dass das Etikett vollständig gedruckt wird. Wird der untere Rand abgeschnitten, fehlt genau dieser Code.

Zwei Dienstleister im selben Lager

Ab hundert Paketen pro Woche ist das der Normalfall. Einer für Packstationen, einer für Adressen, gelegentlich ein dritter für ein bestimmtes Land.

Da alle das gleiche Format nutzen, bedeutet das keine drei Lagerartikel, sondern einen. Gewechselt wird nur die Einstellung in der Versandsoftware.

Rollenwechsel ohne Ausschuss

  1. Das letzte Etikett der alten Rolle vollständig ausfahren lassen.
  2. Neue Rolle einlegen, Führungen auf die Papierbreite stellen.
  3. Kalibrieren und ein Leeretikett durchlaufen lassen.
  4. Ein Testetikett drucken und den Barcode scannen.

Wie viel auf Lager gehört

Nachbestellt wird beim Anbruch der vorletzten Rolle. Ab fünfzig Paketen täglich steht ein kompletter Karton in Reserve.

Ein Karton mit 4.500 Etiketten kostet wenig Platz. Ein stehender Packtisch kostet deutlich mehr.

Brauchen DHL, DPD und GLS unterschiedliche Etiketten

Nein. Alle drei arbeiten mit 100 x 150 mm. Eine Rolle deckt alle ab.

Was liest der Scanner im Verteilzentrum zuerst

Den Routing-Code, dann den Tracking-Barcode. Die Klarschrift-Adresse liest erst der Zusteller.

Was passiert bei einem unlesbaren Barcode

Das Paket verlässt die automatische Sortierung und geht in die manuelle Bearbeitung — das kostet in der Regel einen Tag.

Gilt das Format auch für Packstation-Etiketten

Ja. Es kommt lediglich ein Fachcode hinzu, die Rolle bleibt dieselbe.

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